Feuerwehr
Marburg - Michelbach

  • Freiwillige Feuerwehr Marburg-Michelbach

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TAG 1:

Unsere Tour heute führte uns von Kasern (1582m) am Ende des Ahrntals zur Birnlücke (2669m), dem Übergang in den Nationalpark Hohe Tauern und nach Österreich. Entlang der jungen Ahr wanderten wir durch eine beeindruckende Landschaft hinauf zur Birnlückenhütte. Nach einer kurzen Pause ging die Kletterei für die 17 Jugendlichen und 5 Betreuer/innen weiter über Fels, Schneefelder und den Rand einer vergletscherten Passage. Dabei im Rücken die leider kleiner werdenden Gletscher unterhalb der etlichen 3000er. Wanderten wir zu Beginn bei 12 Grad und Nieselregen, wurde es ab mittags sonnig und warm. Unser Lohn für die Mühen des Tages. 21 km gelaufene Strecke oberhalb von 1700m Höhe. Über7h waren wir unterwegs, dabei überwanden wir insgesamt über 1200 Höhenmeter hinauf und auch wieder hinab.

TAG 2:

Der frühe Dienstag führte uns in die Zösenklamm nach Lappach. Canyoning stand auf dem Programm. Dabei folgt man dem Lauf des Wassers durch die Schlucht. Ausgerüstet mit Neoprenanzug, Helm und Klettergurt galt es, im eiskalten Wasser zu Schwimmen, zu laufen, durch Wasserfälle zu rutschen und Sprünge von bis zu 8m Höhe zu bewältigen. Herausforderung, Überwindung und Spaß in Verbindung mit einer tollen Landschaft. Den freien Nachmittag in Sand in Taufers hatten sich alle verdient.

TAG 3

Der Mittwoch heute begann mit dem Wecken um zwei Uhr in der Nacht. Gegen drei Uhr erreichten wir mit den Bussen der Feuerwehr den Startpunkt an der Stallia Alm (1480m). In völliger Dunkelheit begannen wir den Aufstieg über die Kegelgasselalm (2120m) zum Kreuzkofel (2420m), den wir pünktlich zum Sonnenaufgang um 05:55 Uhr erreichten. Ein beeindruckendes Erlebnis, die ersten den auskühlenden Körper wärmenden Sonnenstrahlen des Tages, am Gipel zu erleben. Im Abstieg lockte die Kegelgasselalm mit einem leckeren Frühstück beim Ehepaar Gruber. Zur Mittagszeit unbedingt die selbstgemachten Knödel probieren! Nach einer verlängerten Mittagspause im Wiesenhof besichtigten wir am Nachmittag eine Ausstellung im Naturparkhaus in Sand in Taufers. Schwerpunktthema ist der länderübergreifende Nationalpark und das Verschwinden der Gletscher. Ein gelungener Tag durch die Verbindung von körperlicher Anstrengung, sinnlichem Erfahren und Wissen. Bildungsarbeit eben.

TAG 4:

Unser Abenteuer führte uns am Donnerstag in die phantastische Bergwelt der Dolomiten. Am Falzarego Pass (2105m) trafen wir uns mit unseren Bergführern Daniel und Roland. Ziel war der Gipfel des Lagazuoi (2778m), dem höchsten Punkt unserer Fahrt.

Über den Steig der Kaiserjäger - ein mit Stahlseilen, Stahlstiften und Hängebrücke gesichertem Kletterweg durch die Wand mit schwindelerregende Tiefblicken - ging es viele Höhenmeter durch den Fels. Vertrauen ins eigene Können und das Klettermaterial (Gurt, Helm, Klettersteigset) ist unabdingbar. Dazu Ausdauer und Mut.

Klettern an diesem Berg ist zudem eine Zeitreise mit ernstem Hintergrund. Die Front des Dolomitenkrieges verlief hier ab 1915. Heftige Kämpfe tobten zwischen Österreichern und Italienern, viele auch junge Männer verloren ihr Leben. Sichtbare Zeichen bis heute sind die erhaltenen Schützengräben, Unterstände und Stollen, die den Berg durchlöchern. In einem stiegen wir fast den halben Berg wieder hinab. Bedrückend.

Am Abend waren wir zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr Steinhaus/Ahrntal. Eine schmucke Feuerwache wurde uns präsentiert, dazu der Stolz der Kameraden, ein nagelneues TRF 2000 ( Tankrüstfahrzeug). 2500l Wasser, eine Pumpe mit 3200l Förderleistung, 2x80m Hochdruck Schnellangriff, Beladung für TH VU und Glückwunsch zu dieser Beschaffung, die die Freiwillige Feuerwehr dort zu 50% aus Spenden realisierte!

Im Keller dann die Überraschung. Neben großzügigen Lagerräumen ein eigenes kleines Museum mit Pumpen und Fahrzeugen. Großartig. Vielen Dank für eure Zeit und den Einblick ins Feuerwehrwesen in Südtirol an den Kommandanten Walter Fischer und seinen Stellvertreter Stefan Brugger.

TAG 5:

Erholung war das Motto des Tages. Neben einem Ausflug nach Bruneck stand ein Besuch im Cascade an. Schwimmen und Chillen in der Halle oder draußen, Seele und Beine baumeln lassen, mehr war nicht zu tun an diesem Tag.

TAG 6:

Wasser von überall. Rafting auf der Ahrn. Spektakuläre Action und eiskaltes Wasser, trotz Neopren ein erfrischendes Erlebnis. Die Bootsführer scheuten sich nicht, im Wildwasser alles zu geben, Boote umkippen, Schwimmpassagen einzubauen und 3 Meter hohe Staustufen im freien Fall zu überfahren.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einer entspannten Wanderung zu den Reinbachwasserfällen. Wer noch nicht trocken war, brauchte sich nun darüber keine weiteren Gedanken mehr machen. Gischt in allen Poren. Abwärts ging es mit der Flying Line, einer Art Schwebebahn durch die Baumwipfel am Reinbach entlang.

Fazit:Sieben (!) junge Männer werden die Jugendfeuerwehr bis zum Januar 2020 verlassen und als Angehörige der Einsatzabteilung für unsere Sicherheit in Michelbach da sein. Vielleicht führt sie der Weg auch hinaus aus Michelbach, so wie uns unsere Touren von Berchtesgaden über Kössen bis nach Südtirol geführt haben. Sollte dies so sein, dann sind wir sicher, dass sie ihren Weg finden werden und wir hoffen, sie bleiben der Feuerwehrfamilie auch in der Ferne erhalten.

Weitere Fotos findet Ihr hier

 

 

 

 

 

 

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